Erlaubt ist der zugelassene Wortlaut zu einem konkreten Nährstoff, etwa „trägt zu einer normalen Funktion bei“. Nicht erlaubt sind freie Wirkversprechen wie „aktiviert Ihre Abwehrkräfte“, auch wenn ein Körnchen Wahrheit darin steckt.
Warum treffen bei NEM zwei Regelwerke aufeinander?
Nahrungsergänzungsmittel befinden sich regulatorisch in einer ungewöhnlichen Lage: Sie sind Lebensmittel, werden aber häufig mit gesundheitsbezogenen Versprechen vermarktet. Die EU-Health-Claims-Verordnung regelt, welche Aussagen über den Zusammenhang zwischen einem Nährstoff und der Gesundheit zulässig sind. Das Heilmittelwerbegesetz setzt daneben eigene Grenzen für Werbung mit Krankheitsbezug. Ein falsch gesetztes Wort kann eine Abmahnung auslösen, ohne dass der Fehler auf den ersten Blick erkennbar war.
Was zählt bei NEM als Health Claim?
Die Verordnung erfasst jede Aussage, die einen Zusammenhang zwischen einem Lebensmittel oder einem seiner Bestandteile und der Gesundheit behauptet, unabhängig davon, ob sie im Werbetext, auf dem Etikett oder auf der Website erscheint. Allgemeine Funktionsaussagen beziehen sich auf normale Körperfunktionen und sind aus einer offiziellen EU-Liste abrufbar. Angaben über die Verringerung eines Krankheitsrisikos unterliegen deutlich strengeren Zulassungsvoraussetzungen und sind für NEM in der Regel nicht zugänglich.
Welche vier Risikostellen kommen am häufigsten vor?
Vier riskante Sätze, besser formuliert
Fahren Sie über einen Satz, dann sehen Sie die bessere Fassung.
Was ist eindeutig erlaubt?
Nicht jede positive Aussage über ein NEM ist problematisch. Der Spielraum ist vorhanden, er erfordert nur Präzision: nicht mehr sagen als erlaubt, und das Erlaubte in der erlaubten Formulierung sagen.
Wie prüfen Sie Ihren Webauftritt systematisch?
Selbst sorgfältige redaktionelle Prüfungen übersehen Risikostellen, nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil das Regelwerk komplex ist. Websites werden zudem regelmäßig aktualisiert, ein neuer Blogartikel oder ein automatisch befülltes Kategorie-Banner kann ungeprüft neue Risikostellen einführen. Fünf Schritte helfen bei der systematischen Prüfung:
Haken Sie ab, was Sie schon geprüft haben.
Häufige Fragen


Dieser Artikel zeigt typische Risikostellen. Den Einzelfall bewertet Ihre Kanzlei.